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Bergbauerndorf Gerstruben


Das Bergbauerndorf Gerstruben liegt am Anfang des Dietersbachtales. Es ist seit 1893 verlassen, die alten Bauernhäuser wurden aber weiterhin gepflegt. Davor war es mit 1155 Metern das höchstgelegenste Dorf Deutschlands. Mit dem Auto kann man es nur mit einer Fahrgenehmigung der Gemeinde Oberstdorf erreichen. Der schönste Weg zu Fuß führt durch den Hölltobel.

Gerstruben
Bauernhaus, Kapelle und die Höfats.

Das Dorf besteht aus fünf Häusern und einer kleinen Kapelle, alle aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In einem dieser Häuser befindet sich eine Gastwirtschaft, ein anderes ist ein originalgetreu eingerichtetes Bauernhaus als Museum, welches allerdings nur Samstags für Besucher geöffnet hat. Die fünf Häuser sind alle hervorragend erhalten und rekonstruiert. Nicht minder sehenswert ist die Berglandschaft, in welche Gerstruben eingebettet ist. Im Hintergrund erhebt sich die Höfats, an deren Besteigung man nicht mal im Traum denken sollte, wenn man kein erfahrener Bergsteiger und leicht lebensmüde ist. Die extrem steilen Grashänge ohne richtigen Halt machen die Höfats zum gefährlichsten Berg der Allgäuer Alpen. Die Betrachtung von unten ist aber harmlos und sehr empfehlenswert.

Haus
Haus in Gerstruben.

Folgt man dem Weg durchs Dorf weiter, dann kann kommt man nach eineinhalb Kilometern an der unbewirteten Gerstrubenalpe vorbei und nach weiteren zwei Kilometern zur im Sommer bewirteten Dietersbachalpe am Talende. Von dort kann man über den Älpelesattel in das Oytal gelangen.

Gerstrubenalpe Josef Heimhuber
Gerstrubenalpe und Höfats. Foto von Josef Heimhuber aus "Die Allgäuer Alpen" von Max Förderreuther, Jos. Kösel'sche Buchhandlung, 1907, Seite 101.

Persönliche Bewertung: 10 von 10

Stand 2009


Alle Angaben ohne Gewähr.

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